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...DER KÜNSTLERINNENSTAMMTISCH
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März 2007 bis Juni 2010

Christen auf einem gemeinsamen Weg

Beim Campertreffen erfreut das Lengerich-Banner

von Dr. Gabriele Böhm

Lengerich - „Wie ein roter Faden zog es sich durch den Kirchentag, man wurde sich bewusst, dass evangelische, katholische und orthodoxe Christen in vielen Dingen schon auf einem gemeinsamen Weg sind.“ Dies war der Eindruck von Pfarrer Torsten Böhm, der als Mitarbeiter beim offiziellen Campertreffen auf dem zweiten Ökumenischen Kirchentag in München dabei war. Bei der Veranstaltung war er zusammen mit einem Kollegen aus Baden-Württemberg für die Gottesdienste zuständig.

Vor Ort war auch eine ökumenische, 22-köpfige Gruppe aus Lengerich, die im Hotel, privat oder auf dem provisorischen Campingplatz vor den Messehallen untergebracht war. Mit im Gepäck hatte die Gruppe ein vier Meter langes Banner mit Lengericher Motiven, das nach einer gemeinsamen Pilgertour von evangelischen und katholischen Gemeindegliedern in Kooperation mit dem Künstlerinnenstammtisch entstanden war. Es wurde als Gruß von Lengerich im Veranstaltungszelt des Campertreffens aufgehängt und fand große Beachtung. Viele nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Eindrücke zum Banner in ein Gästebuch einzutragen und ihrerseits Grüße und Segenswünsche nach Lengerich zurück zu schicken.
„Wir haben uns jeden Morgen beim Frühstück über das Banner gefreut“, schrieb eine Familie aus Gütersloh. Andere Camper grüßten aus Selfkant, Plauen, Leipzig, Esens in Ostfriesland, Velbert oder Wolfsburg: „Wir danken für die tolle Gemeinschaft und senden Gottes Segen nach Lengerich.“

„Wir tauschten uns unter den Konfessionen intensiv aus und fühlten uns miteinander verbunden“, berichtet Pastor Böhm. Deshalb habe man es als schmerzlich empfunden, dass die Abendmahlsfeiern am Samstag nur getrennt möglich waren. „Auf dem Kirchentag war ein sehr intensives Drängen zu spüren, auch in der Frage des gemeinsamen Abendmahls gerade der evangelischen und katholischen Christen einen deutlichen Schritt voran zu kommen.“

Über den endgültigen Verbleib des Banners in Lengerich wird noch beraten. Es soll auf jeden Fall öffentlich zugänglich sein. Beim Gemeindefest der Evangelischen Kirchengemeinde war es über Pfingsten in der Stadtkirche zu sehen.

Das Lengericher Banner im Zelt der Camper
beim ökumenischen Kirchentag in München. Besucher schreiben Grüße ins ausgelegte Buch.

Quelle: Westfälische Nachrichten 29.5.2010

Die Kraft der Natur
hmd GMHütte.
Zerstörerisch oder schöpferisch: So wirkt die „Kraft der Natur“, sagte der Vorsitzende Nikolaus Schuck. Genau diesen Titel hatte die Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte für den Kunstwettbewerb 2010 gewählt. „Wir haben mit dem Thema ins Schwarze getroffen“, stellte Schuck fest. Das hatte die Stiftung nach der Katastrophe in Haiti gewählt. Die Resonanz darauf war groß wie nie: Knapp 90 Künstler beteiligten sich und reichten rund 240 Werke ein. Angesichts der Vielzahl der Werke entschied sich die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Fachbereichs Kunst der Universität, der Kunstschule Paletti, des Kunstkreises Georgsmarienhütte sowie der Stiftung, die Preise zu splitten. Deshalb wurden zwei erste, drei zweite und drei dritte Preise vergeben.
Ganz oben auf dem Treppchen standen Birgit Susmann (Lienen) und Petra Riesenbeck (Georgsmarienhütte). Die Vielfalt wurde auch an ihren Werken sichtbar, sowohl was Technik als auch Umgang mit dem Thema betraf. Birgit Susmann hatte eine dreiteilige Bilderreihe mit dem Titel „Licht im Moor“ hergestellt und dafür die Technik der Lithografie angewandt. Die Künstlerin ist fasziniert von Mooren, in ihren Werken kommen die Farbkontraste dieses Lebensraums zur Geltung.
Dagegen hatte Petra Riesenbeck mit ihrem Bild „Ab ins Grüne“ eher „um die Ecke gedacht“: Im Gegensatz zum Titel ist auf ihrem Stadtbild eben nichts an Grün zu sehen, sondern Häuserschluchten und verstopfte Straßen. Gerade damit verdeutlicht sie aber die Anziehungskraft der Natur. Ihr Werk ist eine Mischung aus Collage und Zeichnung.
Zum siebten Mal hatte die Kunst- und Kulturstiftung den Wettbewerb ausgelobt und dafür ein Preisgeld von insgesamt 7000 Euro zur Verfügung gestellt. Dies sei für „unsere kleine Stiftung“ allerdings nur möglich gewesen, da sich Beiratsmitglied Wolfgang Stumpe maßgeblich beteiligt hätte, berichtete Schuck.
In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Heinz Lunte nicht nur den Preisträgern, sondern wandte sich auch an die Künstler, die nicht ausgezeichnet wurden. Seine Aufforderung „auch als Fast-Pensionär“: Sie sollten auch weiter engagiert arbeiten.Gestern wurden die Preisträger ausgezeichnet.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 16.5.2010


Geballte Kraft überzeugt die Jury

Sylvia Jaworek stellt im Kulturhof Westerbeck aus

Von Detlef Dowidat

Tecklenburger Land - Darauf sind die Mitglieder des Künstlerinnen-Stammtisches Lengerich stolz. Ihre Mitstreiterin Sylvia Jaworek aus Teck-lenburg-Ledde hat beim Künstlerwettbewerb der Villa Stahmer in Georgsmarienhütte mit einem ihrer Elefantenbilder die Jury überzeugt. Sie setzte das Bild der in Katowitz geborenen Malerin auf den zweiten Platz. Darüber hat sich Sylvia Jaworek riesig gefreut.

„Meine Malleidenschaft kommt aus einer gewissen Ruhelosigkeit des mich umgebenden Lebens, was ich mit Sorgen um die Zukunft meiner Kinder beobachte. Gewalt und Umweltzerstörung, der Frevel der Menschen an der Natur, daraus ist meine Sehnsucht nach einem Einklang von Mensch und Natur entwachsen. Das versuche ich in meinen Bildern auszudrücken“, erklärt Sylvia Jaworek. Der Elefant sei für sie der starke Vertreter der Natur - noch vor dem Menschen. Die geballte Kraft des „Königs der Savanne“ spiegelt sich in ihrem Bild wieder, dass den zweiten Derzeit stellt sie im Kulturhof Westerbeck in Westerkappeln aus. Dort sind allerdings nur noch heute und morgen 30 ihrer Werke zu bewundern. „Wir sind natürlich begeistert, dass Sylvia Jaworek parallel zu unserer Ausstellung den Preis in Georgsmarienhütte gewonnen hat. Das wertet unsere Sache auf“. freut sich Kulturhofsleiter Raimund Beckmann.

Viele Besucher aus Lengerich und Umgebung haben Sylvia Jaworeks Werke in Westerbeck bereits bewundert. „Ich würde mich freuen, wenn es an diesem Wochenende noch einige mehr würden“, lädt die Künstlerin zum Besuch in Westerkappeln ein.
Gekrönt wird der Abschluss ihrer Ausstellung mit einem Konzert mit dem Markus-Kröger-Quintett unter dem Titel „Swing Dein Ding“ im Galerie-Café des Kulturhofes. Karten gibt es unter pro.beck@gmx.de oder ' 0 171/3 678 170.Preis in Georgsmarienhütte ausgezeichnet worden ist.

Quelle: Westfälische Nachrichten 21.5.2010..

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Mystisch-exotische Bilder im Kulturhof
fsb Westerkappeln.
Die Elefanten sind los. Seit Anfang Mai zeigt das Galerie-Café auf dem Kulturhof Westerbeck die Ausstellung „Zweiklang: Mensch-Natur“ der Künstlerin Sylvia Jaworek. Menschen und vor allem die afrikanischen Dickhäuter sind Motive der Bilder.
Anlässlich der Eröffnung der Simbabwe-Ausstellung vor gut einer Woche hatte Inhaber Raimund Beckmann bereits bemerkt, dass es „immer afrikanischer“ auf dem Kulturhof aussehe. Mit der nun gezeigten Bilderausstellung setzt sich dieser Trend fort. Die ausgestellten Bilder der jungen Künstlerin und zweifachen Mutter aus Tecklenburg haben nichts gemein mit der sattsam bekannten Postkartenidylle ,,Elefanten im Sonnenuntergang“. Ihre Elefanten wirken, trotz ihrer Größe und Unbändigkeit, verletzlich. Eben nicht wie Dickhäuter, sondern wie fragile, bedrohte Lebewesen. Neben den Motiven verleiht auch die Farbgestaltung den Tierbildern einen mystisch-exotischen Reiz, der gänzlich ohne verklärenden Blick auf Afrika auskommt.Sylvia Jaworeks Tochter Janice, im Kindergartenalter, erklärte bei der Vernissage, warum ihre Mutter die Riesen des Tierreichs auf diese Art auf Leinwand bannt: „Weil die Menschen sie wegen ihrer Stoßzähne töten.“
Sylvia Jaworek selbst sei wie die meisten Künstler eher schweigsam und lasse lieber ihre Bilder für sich sprechen, sagte Beckmann.
Und ihre Werke haben eine starke Aussagekraft. Auch ihre Menschendarstellungen stecken voller Botschaften. Eine Darstellung dicht aneinander gedrängter Menschen etwa versinnbildlicht die heutige Ellbogengesellschaft, wie Beckmann in seiner Eröffnungsrede herausstellte.
Jaworek, in Polen geboren, studierte in Osnabrück an der BBS im Fachbereich Gestaltung und ist seit 2006 als freischaffende Künstlerin tätig. Neben Ausstellungen in der Region schafften es ihre Bilder 2008 bis in den Düsseldorfer Landtag.
Von klein an habe sie gemalt, erzählt die Tecklenburgerin. Sie erinnere sich, dass die Aufnahmen in einem alten Zoobuch sie zum Malen von Tierbildern inspiriert hätten. ,,Ich fürchte, sie waren nicht sehr gut“, gestand sie mit einem Lachen. Doch ihr Ehrgeiz war geweckt, so malen zu können, dass ihre Gemälde letztlich Spiegel ihrer inneren Bilder sind. Sie mache auch Auftragsarbeiten, aber am liebsten male sie „von Herzen“, erläutert die Künstlerin. „Das sind dann auch meine besten Bilder.“
Die Bilderausstellung ,,Zweiklang: Mensch-Natur“ ist noch bis zum 30. Mai im Galerie-Café des Kulturhofs zu sehen, samstags ab 15 Uhr und sonntags ab 14 Uhr www.kulturhof-westerbeck.de
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 12.5.2010


Sylvia Jaworek, hier mit ihren Kindern Janice und Devin sowie Kulturhof-Betreiber
Raimund Beckmann, zeigte ihre Bilder bis Ende Mai in Westerbeck.
Künstlerwettbewerb in der Villa Stahmer, Georgsmarienhütte mehr

Malen mit Eisen und Kupfer

Roswitha Schulz: Strenge Formen und ungewöhnliche Materialien

von Michael Baar

Lengerich - Die Grundstrukturen sind streng geometrisch: Linien, Rechtecke, Kreise. Trotz dieser formalen Nüchternheit leben die Bilder von Roswitha Schulz die sie in ihre neue Ausstellung eingebracht hat. Dazu bietet sie - dem Laien - eine Überraschung: Metallbilder. Gemalt, nicht gehämmert.
Das Mitglied des Künstlerinnen-Stammtisches lächelt, als es gestern Morgen Aufklärung gibt. Das als Grundlage dienende Papier hat die Ibbenbürenerin selbst aus Eierkartons geschöpft. Ein Acrylbinder sorgt dafür, dass die speziellen Eisen- und Kupferfarben haften bleiben. „Mit Oxyd habe ich die Bilder abschließend bearbeitet. “Was auf den ersten Blick wie eine metallene Oberfläche aussieht, ist gemalt. „Ich habe Sand unter die Farbe gemischt“, verrät die 64-Jährige. Dass bei zwei kleinen Kupferrohren beim Oxydieren Farbe abgeplatzt ist - „die habe ich schnell noch auf die Fläche gebracht“, gibt sie ein kleines Geheimnis ihres Wirkens preis.

Grafische Werke mit geometrischen Linien, Motiven. So beschreibt Roswitha Schulz ihre Werke, die bis Ende Juni im Café Jakobus am Kirchplatz in Lengerich zu sehen sind. Von der Auswahl der Werke sind ihre Kolleginnen Gaby Wilke, Beatrice Gunschera und Marion Marx angetan. Das Kleeblatt vom Künstlerinnen-Stammtisch hat sich zur inoffiziellen Eröffnung der Ausstellung getroffen - bei Kaffee, Cappuccino, Tee und belegten Brötchen.

Schnell kommt das Quartett ins Fachsimpeln. Wann ist ein Bild fertig? Wenn es signiert ist? Ist es vielleicht nie fertig? Liegt es an der Sichtweise des Betrachters? Der Zuhörer erhält einen Einblick in die Arbeitsweise der vier Künstlerinnen - und die Wirkung des Stammtisches. Gemeinsam künstlerisch tätig sein, Neues wagen, experimentieren.
Quelle: Westfälische Nachrichten 8.5.2010

Roswitha Schulz mehr

Roswitha Schulz mit ihren beiden „Metallbildern“,
die zur Ausstellung im Café Jakobus gehören.
Foto:(Michael Baar)

Vier Meter langer Gruß

Ökumenisches Pilgerprojekt: Nach der Wanderung entsteht ein buntes Banner

von Dr. Gabriele Böhm

Lengerich - „Hier muss ein bisschen Weiß hin, dann wird das gleich lebendiger“, riet Marion Marx vom Künstlerinnenstammtisch. Die Gruppe war Kooperationspartner beim Ökumenischen Pilgerprojekt, das die Evangelische Kirchengemeinde Lengerich und die Katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen gemeinsam am Samstagnachmittag durchführten.
Pilgern und Kunst wurden dabei verbunden und mündeten in ein gemaltes Banner als Gruß für den Ökumenischen Kirchentag in München vom 12. bis 16. Mai. Die Aktion wurde angeregt von Christa Nickels vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

„Der Weg wird nicht durch die blau-gelbe Markierung zum Pilgerweg, sondern durch die eigene Einstellung“, sagte Mitorganisator Pfarrer Torsten Böhm in seiner Andacht, die er vor der Wanderung in der Leedener Stiftskirche hielt. Man solle aufmerksam sein gegenüber dem, was einem auf dem eigenen Weg begegne.
Dann pilgerte die Gruppe bei herrlichem Wetter nach Lengerich. Nach einem kleinen Imbiss im Martin-Luther-Haus ging es an das künstlerische Werk. Zunächst wurden Bilder und Eindrücke auf dem gemeinsamen Weg gesammelt: ein Bach, blühende Bäume, Vogelstimmen, Mountainbiker, eine Kutsche. Unter Anleitung von Marion Marx und fünf weiteren Künstlerinnen brachten die Teilnehmer dann diese Eindrücke zu Papier und kombinierten sie mit Lengericher Motiven wie beiden Hauptkirchen, dem Römer oder dem Gempt-Schornstein.
Entstanden ist ein vier Meter langes und 80 Zentimeter breites wunderbares Kunstwerk. Die elf Beteiligten hatten sichtlich Spaß daran, verschiedene Techniken auszuprobieren und zu erleben, wie sich in Zusammenarbeit aus vielen Ideen das große Bild entwickelte.
Die „Profis“ sorgten dann dafür, dass Farben, Proportionen und Platzierung stimmten. Eine rund 20-köpfige Gruppe, die im Mai von Lengerich zum Ökumenischen Kirchentag nach München fährt, wird das Banner mitnehmen. Dort wird es dann als Lengericher Gruß im großen Veranstaltungszelt ausgestellt. Danach soll es einen würdigen Platz in Lengerich finden.
Quelle: Westfälische Nachrichten 20.4.2010


Unter Anleitung von Marion Marx vom Künstlerinnen-Stammtisch
(2. von links) malten die Pilgerer um Mitorganisator Torsten Böhm ein Gruß-Banner.
Foto: Dr. Gabriele Böhm

Schweren Herzens

Künstlerinnen-Stammtisch gibt Gempt-Bistro als Ausstellungsort auf

Von Detlef Dowidat

Lengerich - Der Künstlerinnen-Stammtisch hat eine neue Heimat gefunden. Vom Gempt-Bistro sind die kunstambitionierten Frauen in das
Restaurant „Jakobus“ am Kirchplatz 6 in Lengerich umgezogen. Dort präsentieren sie ihre Werke. Derzeit sind Bilder von Marion Marx zu sehen.
„Das war eine rein sachliche Entscheidung“, berichtet die Sprecherin des Künsterlinnen-Stammtisch. Im Gempt-Bistro habe es Probleme mit dem Schallschutz gegeben. „Das war in der Tat so, der neue Schallschutz darf nicht mit Bilder behangen werden, sonst verliert er seine Wirkung“, bestätigt Michael Rottmann, Manager der Gempt-Halle.Ein weiteres Problem seien die unterschiedlichen Veranstaltungen gewesen. „Da mussten unsere Bilder ständig abgehangen werden“, schildert Marion Marx. Zwischenzeitlich sei versucht worden, das Foyer der Gempt-Halle zu nutzen. Aber auch damit wurde der Künstlerinnen-Stammtisch nicht glücklich. Auch dort habe keine Dauerausstellung durchgeführt werden können. „An Michael Rottmann hat es nicht gelegen, der hat immer sein Bestes versucht“, versichert Marx.Durch das Projekt Jakobsweg sei die Gruppe schließlich auf das neu eröffnete Restaurant „Jakobus“ gestoßen. „Hier sind wir mit offenen Armen aufgenommen worden“, freut sich Marion Marx. Die Räumlichkeiten würden sich dafür sehr gut eignen. „Wir bedauern natürlich, dass wir das Gempt-Bistro für unsere Zwecke nicht mehr richtig nutzen können. Immerhin ist die Gempt-Halle doch ein Kulturzentrum für alle“, bemerkt Gaby Wilken, eine der sieben Frauen des Künstlerinnen-Stammtisches. Letztlich habe man jetzt aber etwas Neues im schönen Ambiente gefunden, wo dauerhaft Ausstellungen stattfinden könnten. Ausdrücklichen Dank richten die Künstlerinnen, die aus Lienen, Hagen, Ibbenbüren und Lengerich stammen, an Sandra Bäumler, die Inhaberin des Restaurants. „Sie hat uns mit offenen Armen aufgenommen“, erklärt Marion Marx.
Quelle: Westfälische Nachrichten 16.2.2010


Ein neues Domizil hat der Künstlerinnen-Stammtisch im Restaurant Jakobus am Kirchplatz gefunden
(von links): Brigitta Koyteck, Sylvia Jaworek, Monika Leonhard, Gaby Wilken,
Beatrice Gunschera, Restaurant-Inhaberin Sandra Bäumler, Marion Marx und Roswitha Schulz.
Foto: (Detlef Dowidat)

Wider den Leerstand

Künstlerinnen-Stammtisch und "Grüne Erde" beleben Innenstadt

von Michael Baar

Lengerich - Ganz spontan sind Marion Marx und Monika Leonhard am Werk. Im ehemaligen NKD-Geschäft an der Bahnhofstraße platzieren die beiden Frauen Bilder. Aquarelle, Zeichnungen - ein Querschnitt der Arbeit des KünstlerinnenStammtisches.

„So viele leere Geschäfte in der Innenstadt, das sieht nicht schön aus“, befindet Marion Marx. Die Werbegemeinschaft Lengerich (WGL) sieht das genau so und hat die Künstlerinnen gefragt, ob sie zum Krippenmarkt etwas gegen die Öde tun können.

Gefragt, getan. Auf Staffeleien und an den Wänden lenken farbenfrohe, teils abstrakte Bilder von der Tristesse des Leerstandes ab. Heute ist vom Künstlerinnen-Stammtisch zwischen 16 und 21 Uhr mindestens ein Mitglied als Ansprechpartnerin vor Ort. Am Samstag und Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr, soll das ebenso sein.
Bis Weihnachten soll die Ausstellung dort verbleiben. „Es sei denn, der Laden wird vermietet und muss vorher geräumt werden“, schränkt Marion Marx ein. Durch die Fensterfront wird der Blick auf die Bilder möglich sein. In einem Fenster wird ein Zettel hängen, auf dem eine Telefonnummer steht, wenn Erläuterungen zu den Gemälden gewünscht werden. Dann kommt eine Ansprechpartnerin zum gewünschten Termin.
Wenige Schritte weiter hat auch der Malkreis Grüne Erde die Idee (oder den Wunsch) der Werbegemeinschaft aufgegriffen. Marion Früchte, Ingeborg Brockmann und Helga Vahrenhorst sind mit dem Einrichten allerdings schon fertig. Auch diese drei Künstlerinnen hoffen, mit den Werken der „Grünen Erde“ etwas Leben und Farbe in die Innenstadt zu bringen.
Besichtigt werden können die Exponate an der Bahnhofstraße 37 heute von 14 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 18 Uhr und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Auch dort sollen die Gemälde bis Weihnachten stehen bleiben - wenn nicht zuvor ein neuer Mieter einzieht. Im Fenster wird auch dort ein Zettel hängen mit einer Telefonnummer, wenn mehr Infos gewünscht werden.

Marion Marx (links) und Monika Leonhard präsentieren eines der Gemälde, die während des Krippenmarktes vom Künstlerinnen-Stammtisch gezeigt werden.Foto: (Michael Baar)

Bilder zeigen ihre Liebe zu den Menschen

Trauer um die Künstlerin Geneviève Gigand

-mba- Lienen. Sie hat sich nie in den Vordergrund gedrängt, gehörte zu den Stillen im Lande. Dass sie die Menschen liebte, hat sie mit ihren Bildern gezeigt. Für Porträts hat Geneviève Gigand immer ein Faible gehabt. Am Sonntag ist die 60 Jahre alte, in Lienen, lebende Künstlerin gestorben. Geboren in Argentan in der Normandie, hat sie schon als Kind gezeichnet. Sie studiert Kunst im Lehramt, lebt und arbeitet lange Jahre mit ihrem Mann in Berlin. Vor sechs Jahren ist das Paar nach Lienen gezogen, hat in Höste gewohnt. Weitere Stilrichtungen haben ihr künstlerisches Repertoire erweitert. Doch ihre Liebe galt immer dem Porträt, nicht nur als genaue Wiedergabe des Menschen, sondern auch mal karikierend überzeichnend. Dass sie das ebenfalls beherrscht, hat im Dezember des vergangenen Jahres eine Ausstellung im Kulturtreff im Alten Rathaus in Lengerich eindrucksvoll belegt. Geneviève Gigand ist Mitglied des Künstlerinnenstammtischs geworden, wird nicht nur wegen ihres malerischen Könnens, sondern auch wegen ihrer stillen, liebevollen  aber auch mit Humor gesegneten Art geschätzt. Zahllose Ausstellungen haben die 60-Jährige einem breitem Publikum bekannt gemacht. Aktuell sind Werke von ihr noch bis Ende August im Cafe Sophie Charlotte in Bad Iburg zu sehen. Quelle: Westfälische Nachrichten 14.8.2009

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Vielfalt der Materialien

Gemeinschaftsausstellung des Künstlerinnenstammtisches Lengerich in der Legge

Von Beate Müller

Tecklenburg. Kunstinteressierten in der Region ist der Künstlerinnenstammtisch Lengerich, gegründet 2008, ein Begriff. Nun sind im Torhaus Legge bis zum 28. Juni neuere Einzelarbeiten von sieben der beteiligten Künstlerinnen zu sehen.
Beatrice Gunschera (Osnabrück) präsentiert erstmals ihre im Niedrigbrandverfahren hergestellten Skulpturen und keramischen Arbeiten. Besucher bleiben vielleicht vor den drei sinnlich-runden Pinguinen oder den zwei archaisch anmutenden, noch dem Lehmklumpen verwandten Paar-Skulpturen stehen, auch sie auf’s Notwendigste reduziert.Die „Paare“ sind einander innig verbunden. Vielleicht im Schmerz, vielleicht im Glück, vielleicht beides?
Viele Arbeiten leben von der „Symbiose mit dem sie tragenden oder umgebenden Holz“, so formulierte es Marion Marx in ihrer Eröffnung. Genaues Hinsehen lohnt sich. Der Natur wurde auf die Sprünge geholfen, etwas durch einen schrägen, die Maserung hervorhebenden Anschnitt oder durch Wachs, das die Farben des Holzes anfeuert.
Vasen und Gefäße – und wie es scheint, nicht nur sie – verinnerlichten, so Marx, „die Prinzipien der asiatischen Gedankenwelt, dass in Allem alles vorhanden ist, das Neue, Glatte, das Perfekte und der kleine Riss“.
Andere Besucher fesseln vielleicht die „Töne I“ und „Töne II“, Acrylbilder beziehungsweise Materialcollagen von Geneviève Gigand. Sinnlich-rund oder durchscheinend transparent, reine Mathematik oder warm und gefühlvoll scheinen hier Noten zwischen Erde und himmlischen Sphären zu vermitteln und springen den Betrachter förmlich an. Marx: „Wenn man genau hinsieht, kann man sie sogar hören“.
Sylvia Jaworek (Ledde) dagegen wendet sich in ihren mit Acryl, Spachtelmasse, Kohle, gar Rost gearbeiteten Bildern eindrucksvoll den Masken zu – denen, derer sich Menschen bedienen, um sich zu verstecken, zu schützen, Stärke oder Macht zu demonstrieren. Die in der Verbindung enthaltene Trennung (und umgekehrt) ist ein weiteres Thema, das sie etwa auch mittels getrennter Leinwände umsetzt, die durch Acrylglasobjekte wieder zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Brigitta Koyteck (Lienen) lebt erstmalig ohne Terminkalender und Fertigstellungsdruck, möchte nach dem Prinzip Lebensfreude malen, „wonach mir gerade ist“. Herausgekommen sind heterogene Bilder, interessante Form-, aber vor allem Farb-, Struktur- und Materialexperimente zwischen „sanften Eruptionen“ und explosivem Farbinferno.
Das Spiel mit fein abgestuften Farbtönen und –schattierungen – vor allem Blau – steht bei Monika Leonhard (Hagen) im Mittelpunkt, deren Bilder dank mehrfach aufgetragener Farbschichten einladend und intensiv leuchten. Badeurlaub in der Karibik (wo sie nie war) könnte eines überschreien sein.
Afrika, die Savanne zwischen farblich explodierender Fülle und lebensfeindlicher Kargheit, hat die mit verschiedenen Materialien arbeitenden Bilder von Roswitha Schulz (Ibbenbüren) inspiriert.
Die Faszinationskraft der Extreme überträgt sich auf den Betrachter.„Die Farben, das Wilde, die Wunden, das Bizarre“ der Kalksteinbrüche am Teutoburger Wald zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten sind schließlich Gegenstand der vierteiligen Arbeit von Marion Marx (Lengerich).
Die Bilder wecken schon mal die Hoffnung auf ein Einzelausstellung mit „Steinbildern“ – ein Thema, das die Künstlerin seit ihrem Schwedenurlaub begeistert.
►Die Ausstellung in der Legge läuft bis zum 28. Juni, jeweils samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11:30 bis 18 Uhr.

Quelle: Westfälische Nachrichten 3.6.2009..Fotos von der Ausstellung hier

...................Kleine Reise nach innen

Künstlerinnen-Stammtisch stellt in der Sakristei der Stadtkirche aus


Der Künstlerinnen-Stammtisch, hier vertreten mit
Monika Leonhard, Britta Koyteck, Marion Marx, Sylvia Jaworek, Beatrice Gunschera und Roswitha Schulz
(von links), hat im Rahmen der Aktion „Lengerich liest ein Buch“ die dritte Ausstellung i
n der Sakristei der Stadtkirche eröffnet...............................................................Foto: (Detlef Dowidat)

Von Detlef Dowidat

Lengerich. Das war eine echte Herausforderung für den Künstlerinnen-Stammtisch. Binnen kurzer Zeit sind Werke für drei Ausstellungen im Rahmen des Projekts „Lengerich liest ein Buch“ entstanden. Die Dritte ist am Montagabend in der Sakristei der Stadtkirche eröffnet worden. Acht Künstlerinnen stellen dort passend zum Ambiente des Raumes ihre Werke aus, die alle in irgendeiner Form einen Bezug herstellen zum Thema der Lesewoche, dem Jakobs-Pilgerweg.

Mit einer Andacht leitete Pastor Wernfried Lahr zu einer Reise nach innen ein. „Pilgern ist früher eine religiöse Reise gewesen, das dann in der protestantischen Tradition an Bedeutung verlor, heute aber mehr und mehr nach vorne rückt“, schilderte der Geistliche. Pilger sei die Suche nach einem Ziel. Begleitet wurde die Reise von Ursula Mittring an der Sakristei-Orgel.

„Für dieses Projekt haben wir erstmalig gemeinsam gearbeitet und uns über unsere Kunst besser kennengelernt“, schildert Marion Marx, die die Künstlerinnen und ihre Werke kurz vorstellte. Verlässlichkeit, Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Respekt für die Kunst der anderen seien während der Woche der Zusammenarbeit zu einem tragfähigen Fundament geworden. Die Bilder, die in der Sakrestei zu sehen sind, wurden bis auf wenige Ausnahmen eigens für die Ausstellung geschaffen. „Bei meinen Mitkünstlerinnen bedanke ich mich dafür, dass sie sich zusammen mit mir auf dieses Projekt eingelassen haben“, erklärte Marion Marx.
Für die schmucke Sakristei ist eine interessante Auswahl an Werken ausgewählt worden, die die Fantasie anregen, auf vielfältige Art und Weise einen Weg zum Ziel zu finden. Gerade die Unterschiede und Gegensätze fordern heraus, in sich zu gehen. Zeit und Muße blieb dazu schon am Eröffnungsabend. Neben Andacht und Orgelspiel trugen zum Gelingen des Abends auch noch Pilgerwein und ein Pilgerimbiss bei.
Zu sehen sind in der Sakristei Werke von Genevieve Gigang, Sylvia Jaworek, Brigitta Koyteck, Monika Leonhard, Roswitha Schulz, Gaby Wilken, Beatrice Gunschera und natürlich auch Marion Marx.
Pastor Wernfried Lahr dankte ausdrücklich Ulrike Höhenberger-Henze von der Medienpartnerschaft Schule und Bibliothek für die Vorbereitung der Ausstellung sowie des gesamten Projektes „Lengerich liest ein Buch“. Beifall gab es für Ursula Mittring für das Orgelspiel.
..Fotos von der Vernissage hier
Quelle: Westfälische Nachrichten 6.5.2009

Bilder einer inneren Reise

Grundschulkinder und Künstlerinnen stellen in Hohner Kirche aus

Lengerich- Fröhliche Kinder, entspannte Erwachsene, erwartungsvolle Besucher- so die Stimmung zur Ausstellungseröffnung zum Thema Jacobs-Weg in der Hohner Kirche. "Bruder Jacob schläfst du noch" schallte bald als Canon durchs Kirchenschiff, initiiert von Schülern der Grundschule HOHNE, die im weiteren Verlauf der Vernissage Flöten und Trommelmusik auf selbstgebauten Instrumenten hören ließen und für Ihren Einsatz begeisterten Applaus empfingen,Ein Fühlweg darf "begriffen werden", Bilder, die nach einer Reise ins eigene Innere entstanden sind, ergänzen diesen Fühlweg. Jacobsmuscheln wohin das Auge schaut, begleitet von Fotos der Kinder, die auf dem Weg sind und entdecken, 'Darum gehr es ja beim pilgern, etwas Neues in sich zu entdecken, neue Menschen kennen zu lernen, mit ihnen eine Wegstrecke zurück zu legen. Die Ausstellung in der Hohner Kirche an der die Grundschule Hohne, der ev. Kindergarten Hohne  und die  Künstlerinnen vom Künstlerinnenstammtisch beteiligt sind, ist das zweite Gemeinschaftsprojekt zwischen professionellen Künstlerinnen und den Nachwuchstalenten aus Schule und Kindergarten. Pfarrer Deeken blickte auf eine stattliche Anzahl von Besuchern und bedanke sich bei Marion Marx als Mitinitiatorin dieser Ausstellung. Ins Leben gerufen durch Frau Höhenberger-Henze waren sich die Lehrerinnen, die Kindergärtnerinnen, die Künstlerinnen einig, dass dieses Projekt Spaß gemacht hat, neue Möglichkeiten eröffnet und ganz viele Menschen unterschiedlichen Alters verbindet. Der Künstlerinnenstammtisch zeigt seine Bilder bis zum 25. Mai in der Hohner Kirche. Es ist die erste Gemeinschaftsausstellung der Malerinnen und innerhalb des Projekts die zweite Ausstellung. Es war eine große Herausforderung für die Künstlerinnen,  zu einem vorgegebenen Thema zu arbeiten. Dabei sollten die Werke den drei Ausstellungsorten entsprechen: Gempt-Foyer,  Hohner Kirche und ab 4.5. die Sakristei der Stadtkirche. Das Thema blieb gleich, die Ausführungen änderten sich und sind so unterschiedlich, wie die Künstlerinnen selbst. Realistische, gestisch-intuitive Malerei in Aquarelltechnik, Acryl, Objekt-Kunst und Bleistift-\Tuschezeichnungen haben die Künstlerinnen gewählt, und ihre Ansicht zum Thema Jacobsweg sichtbar zu machen. ..Fotos von der Vernissage hier

Quelle: Westfälische Nachrichten 29.4.2009


Kinder der Grundschule Hohne zeigen mit dem Künstlerinnen-Stammtisch ihre Arbeiten zum Jakobsweg in der Hohner Kirche.
Zur Eröffnung der Ausstellung musizierten die Mädchen und Jungen.Foto: (Klaus Hartwig)

Eigene Ideen in Bildern umgesetzt

Kinder und Künstlerinnen am Werk

Von Michael Baar

Lengerich. Das Projekt zieht Kreise – und findet immer mehr begeisterte Menschen, die mitmachen. „Lengerich liest ein Buch“ heißt es seit Mittwoch. Mit Lesen allein ist es allerdings schon gar nicht mehr getan. Der Künstlerinnen-Stammtisch hat das Thema „Ich bin dann mal weg“ in Bilder umgesetzt. Am Donnerstagabend ist die Ausstellung im Foyer der Gempt-Halle eröffnet worden.

Die Schau wartet gleich mit zwei Besonderheiten auf: „Zum ersten Mal stellen wir gemeinsam aus“, erzählt Marion Marx bei der Vernissage. Sylvia Jaworek, Beatrice Gunschera, Monika Leonhard, Gaby Wilken, Brigitta Koyteck, Geneviéve Gigand und Roswitha Schulze haben sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Jakobsweg genähert.
„Es war eine spannende Herausforderung, zu einem vorgegebenen Thema kreativ zu arbeiten“, bekennt die Künstlerin. Die Ausstellung im Foyer der Gempt-Halle wird am Montag ab 18.30 Uhr durch eine zweite Sektion in der Hohner Kirche ergänzt. Den Schlusspunkt setzt dann ab 4. Mai die Ausstellung in der Sakristei der Stadtkirche.

Was den Künstlerinnen besonders gefallen hat, ist die Zusammenarbeit mit Kindern. In den Grundschulen haben Mitglieder des Künstlerinnen-Stammtisches mit den Mädchen und Jungen das Thema Pilgerwege umgesetzt.
Ulrike Höhenberger-Henze bedankt sich am Donnerstagabend bei den Künstlerinnen mit einer Rose. Hans-Peter Poeplau erweist den Kunstschaffenden auf seine Weise die Referenz: Er spielt Gitarrenmelodien aus Spanien, schließt die Vernissage mit dem „Irish Blessing“.
Wie sich Kinder dem Thema Jakobsweg nähern, ist in der Hohner Kirche zu sehen. Freitagmorgen haben Dagmar Langbein und Annegret Engel mit der Klasse 4 c ihre Kunstwerke dort aufgehängt. In einer „Gedankenreise“ hat die Klasse den Pilgerpfad erkundet. Die Ergebnisse dieser „inneren Reise“ zum Grab des Heiligen Jakobus sind sehr anschaulich ausgefallen: Mit der Hand lässt sich der „Jakobsweg“, so wie ihn die Kinder in Gedanken erlebt haben, nachvollziehen. Mal steinig, mal weich – immer mit der Muschel als Wegweiser.
Gestern Abend ist in der Stadtbücherei der Leseabend gewesen. „Ich bin dann mal weg“, das Buch von Hape Kerkeling, dient als Vorlage für die weiteren Veranstaltungen.
Ingrid Aretz vom Freundeskreis der Stadtbücherei erarbeitet mit Vier- bis Sechsjährigen das Thema Pilgern. Sehr anschaulich mit den erforderlichen Utensilien.

Quelle: Westfälische Nachrichten 25.4.2009...Fotos von der Ausstellung hier

Auf den Spuren der Pilger

Grundschüler gestalten Kunstwerke mit Naturmaterial vom Jakobsweg

Von Michael Baar

Lengerich. Ein Fön läuft. Es ist fast das einzige Geräusch, das durch die offene Tür auf den Schulflur dringt. Ein Blick in den Klassenraum - konzentriert arbeiten die Mädchen und Jungen. Einige an den Tischen, andere trocknen mit dem Fön ihr kleines Kunstwerk.

„So viel Begeisterung und Eifer ist schon etwas Besonderes“, sagt Anja Ostendorf. Die Lehrerin ist stolz auf ihre Klasse 3b. Nicht anders ergeht es ihrer Kollegin Karen Huesmann. Ein Großteil ihrer 4b ist ebenfalls künstlerisch tätig. „Verstärkt“ um einige Kinder aus der 3c und der 4a. Die beiden Pädagoginnen wirken entspannt. Fragen richten die Kinder nicht an sie, sondern an die anderen Frauen im Klassenzimmer.

Marion Marx, Roswitha Schulze, Beatrice Hunschera und Brigitta Koyteck geben den Kindern Tipps, wie Blätter, Zweige, Steinchen oder Eicheln auf den kleinen Leinwand-Quadraten befestigt werden. Die Werke der kleinen Künstler werden im April der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dann bilden sie den optischen Hingucker für die jährliche Aktion „Lies ein Buch“.
Das Quartett vom Künstlerinnen-Stammtisch hilft bei der Ausführung. Entstanden ist die Idee in der Medienpartnerschaft. Den Jakobsweg in das Lese-Projekt integrieren. Ulrike Höhenberger-Henze habe sie darauf angesprochen, erzählt Marion Marx. Die Künstlerin hatte dann die Idee, Grundschüler mit einzubeziehen.
Hinsetzen und malen oder basteln - damit ist es nicht getan. „Wir haben das Thema Jakobsweg im Unterricht erarbeitet, über Pilger gesprochen“, erzählt Karen Huesmann. Am Mittwoch haben die Mädchen und Jungen der Grundschule Stadt dann einen Teil des Jakobsweges erwandert. „Der Heimatverein ist total kooperativ gewesen, hat Führer zur Verfügung gestellt“, berichtet Helga Teepe, kommissarische Schulleiterin, von offenen Türen.
Was bei der Wanderung gesammelt worden ist, haben die Kinder gestern auf der mit Acrylfarbe vorgehandelten Leinwand installiert. Strukturpaste dient als Kleber. Mit dem Fön trocknet sie so schnell, dass anschließend noch Farbe aufgetragen werden kann.

Quelle: Westfälische Nachrichten 27.2.2009


Wie befestigt man kleine Kügelchen auf der Leinwand? Marion Marx zeigt den Grundschülern, wie mit etwas Strukturpaste und ruhiger Hand das Kunstwerk seiner Vollendung entgegen geht.Foto: (Michael Baar)

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„Kessel Buntes“ an Wänden

nat Lotte.
Die vielen Engel vom Kunstkreis Lotte, die gerade noch das Lotter Rathaus bereicherten, sind ausgeflogen. Über die Gemeinschaftsausstellung mit anderen Kunstvereinen entstand der Kontakt zum Lengericher Künstlerinnenstammtisch. Die sieben Malerinnen stellen nun bis Ende Februar eine Auswahl ihrer Werke der Lotter Bevölkerung vor.

Wer derzeit etwas im Rathaus zu erledigen hat, sollte sich mehr Zeit mitbringen. Das liegt nicht an den Mitarbeitern – neue Bilder schmücken die Flure zwischen den Wersener Amtsstuben. Der Künstlerinnenstammtisch aus Lengerich, der sich seit Mai 2007 monatlich im Bistro der Gempthalle trifft, zeigt einen Querschnitt seiner Arbeiten. Die sieben Damen, die sich aus Osnabrücker und Tecklenburger Land zusammengefunden haben, tauften ihre Ausstellung in Lotte „Ein Kessel Buntes“. Der Titel passt, denn die Frauen malen in unterschiedlichsten Techniken und Stilen.

Gaby Wilken, die ihre Werke im Erdgeschoss des Rathauses zeigt, widmet sich experimentell der Natur und ihren Gewalten. Von der Galaxis bis zu fossilen Abbildungen reicht ihre Bandbreite. Wasserwelten nennt Marion Marx, die Gründerin des Künstlerinnenstammtisches, ihre Acrylarbeiten. Ihre großen Formate zeigen das nasse Element gegenständlich.Sylvia Jaworek titelt ihre großen Bilder „Wolkengreifer“ und „Du darfst“. Freude an Farben, Formen und bildlicher Gestaltung mit unterschiedlichen Materialien hat Monika Leonhard. So finden sich in den Acrylbildern der Hagenerin Tusche, Schellacktinten und Spuren von Ölmalstiften. Vielfalt dokumentiert Roswitha Schulz mit Arbeiten in Acryl, Aquarell, Tusche, Pastell und Ölpastellkreide, gegenständlich wie abstrakt. Technik und Farbe wählt die Ibbenbürenerin so, dass das Motiv zur Geltung kommt. Nah am Menschen sind zwei Frauen, deren Bilder im ersten Obergeschoss hängen. Skizzen in Aquarell zu verschiedensten Lebenssituationen zeigt Beatrice Gunschera. Ganz anders Genevieve Gigand. Sie hat Menschen ihres Umfelds skizziert. Schlicht gerahmt, kommen die Porträtierten effektvoll zur Geltung.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 19.1.2009...Fotos von der Ausstellung hier

Ein Traum wird Realität

Monika Leonhard zeigt ihre neuen Werke ab Samstag im Gempt-Bistro

Von Michael Baar

Lengerich. Sie hat getöpfert, mit Jute gearbeitet, genäht. „Kreativ war ich eigentlich immer schon“, sagt Monika Leonhard. Seit knapp neun Jahren hat sie diese Eigenschaft auf ein neue Betätigungsfeld gelenkt: Die 61-Jährige malt.

„Ich habe immer davon geträumt zu probieren, ob ich malen kann“, erinnert sie sich an die Anfänge. Gemeinsam mit Freundinnen habe sie diesen Versuch gestartet. Heute könne sie die Welt um sich herum vergessen, wenn sie an der Staffelei stehe, sagt die in Hagen Wohnende. Ihr Lächeln drückt mehr aus: Malen ist ihr Ding.

Monika Leonhard sitzt im Gempt-Bistro an einem Tisch mit Marion Marx. Beide gehören dem Künstlerinnen-Stammtisch an. Die Hagenerin wird ab Samstag dort ausstellen. Chinesische Schriftzeichen, das hat ihr vorgeschwebt als Motto der Schau. Die fernöstlichen Synonyme sind auf den Bildern zu finden. Aber den Titel „Chinesische Schriftzeichen“ hat sich Monika Leonhard aus dem Kopf geschlagen. „In Ausstellungen finden sich immer Bilder zu einem Motto. Das wollte ich auch machen, doch dann habe ich gemerkt, dass mich das beim Malen blockiert.“
Auf einigen der großformatigen Leinwänden sind die chinesischen Schriftzeichen unübersehbar. Auf anderen muss der Betrachter nah an das Werk herantreten. Da findet sich dann sogar der Ausriss eines spanischen Textes, kombiniert mit kleinen Schriftzeichen aus dem Reich der Mitte.
Ihre Motive findet die Künstlerin an vielen Stellen. „Ich sehe etwas, habe eine Idee dazu und setze die dann an der Leinwand um“, erzählt sie. Ob der letzte Pinselstrich wirklich der letzte ist, weiß sie nicht. Sie hängt ihre Werke auf, geht oft daran vorbei „und ändere dann manchmal noch etwas“.
Ihre ersten Pinselstriche an der Leinwand hat sie mit Aquarellfarben gemacht. Gegenständliche Motive sind das gewesen. Eine Malerin habe sie dann zur Acryl-Technik gebracht. Seidenpapier, Tuschen und Tinten, Ölkreiden, Sand und diverse Stifte benutzt sie bei der Komposition ihrer Werke.
Eröffnet wird die Ausstellung von Monika Leonhard am Samstag, 10. Januar, um 10.30 Uhr. Ihre Werke sind bis zum 10. März im Gempt-Bistro während der Öffnungszeiten (mittwochs und samstags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 17 bis 22 Uhr und bei Veranstaltungen) zu besichtigen.
Quelle: Westfälische Nachrichten 8.1.2009...Fotos von der Ausstellung hier

Monika Leonhard mit einem ihrer Werke, das bei der Ausstellung im Gempt-Bistro zu sehen sein wird. Die Vernissage ist am Samstag, 10. Januar, um 10.30 Uhr. Die Gemälde hängen bis zum 10. März dort. (Foto: Michael Baar)

Kulturstätte mit religiösem Charakter

Marion Marx zeigt „Kreuze und Engel“ in der Hohner Kirche

Von Detlef Dowidat

Lengerich. Kirche als Kunst- und Kulturstätte? Warum nicht. Die evangelische Kirche in Hohne ist auf gutem Weg dahin. Das wird heute deutlich, wenn um 19 Uhr die Vernissage der Ausstellung „Kreuz und Engel“ von Marion Marx stattfindet. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Berthold Deecken wird Barbara Rübartsch die Werke der Lengericher Künstlerin vorstellen. Anschließend wird zu einem kleinen Imbiss geladen.„Die Kirche ist schlicht und daher nutzbar für Kunst“, erklärt Berthold Deecken als Hausherr. Er steht dem Gedanken, den kirchlichen Raum weiter zu öffnen, positiv gegenüber. Ihm schwebt eine Kulturstätte mit religiösem Charakter vor. „Zudem stärkt es die Lage am Stadtrand“, sieht er einen weiteren nützlichen Effekt und zieht gleich den Kreis weiter zu „Brahms 1“ im ehemaligen evangelischen Gemeindehaus. „Eine willkommene Symbiose“.Das bestätigt Marion Marx. „Ich spiele schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken, in der Hohner Kirche mal eine Ausstellung durchzuführen“, erzählt sie im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten. Sie fand bei Berthold Deecken offene Ohren und hilfreiche Hände. Und technische Voraussetzungen. Denn Bildschienen sind beidseitig des Kirchenschiffes bereits vorhanden. Von einer Ausstellung vor drei Jahren zum Thema Jakobsweg. „Wir Künstlerinnen suchen schöne Räume, wo wir Bilder zeigen können“, schildert Marion Marx. Sie spricht damit den Künstlerinnenstammtisch an, der sich im Bistro der Gempt-Halle etabliert hat.
In ihrer Ausstellung, die heute eröffnet wird, zeigt sie großformatige Acrylbilder auf Leinwand. „Die Bilder, die Marion Marx zeigt, verbinden thematisch etwas, das nach christlichem Verständnis im Grunde zusammengehört, in der Öffentlichkeit aber selten in Beziehung gesetzt wird“, meint Berthold Deecken. „Kreuz und Engel“ hat die Künstlerin ihre Werke überschrieben, in denen die Farben lila und gelb, blau und rot, weiß und gold sowie grün dominieren.
Marion Marx selbst schreibt zu ihren Bildern: „Längst den seligen Zeiten des Kinderglaubens entwachsen, sind Engel wieder in meinen Gedanken. Schnell war klar, darum will ich mich kümmern und zwar in Form von gemalten Bildern. Da ich Engel momentan hauptsächlich als Vermittler – in beide Richtungen – wahrnehme, sind die Bilder sehr unterschiedlich: farbig, ätherisch, spöttisch und liebevoll. Das Kreuz, mein Kreuz, ebenfalls nicht mehr wegschiebbar, bekommt eine neue Bedeutung in meinem Leben“.
Es gibt in den kommenden Wochen verschiedene Veranstaltungen in der Hohner Kirche, bei denen Marion Marx anwesend sein wird, um bei Bedarf etwas zu ihren Bilder zu erzählen. Am morgigen Samstag, 6. Dezember, steigt das Konzert des Männergesangvereins Höste mit dem „GospelTrain“, das um 19 Uhr beginnt. Am Sonntag, 7. Dezember, ist um 10 Uhr Familiengottesdienst zum Thema „Engel brauchen keine Flügel“ mit dem Kindergarten Hohne. Das Kirchcafé wird geöffnet.
Das Tanztheater-Ensemble „Mosaik“ stellt sich am Samstag, 13. Dezember, um 19 Uhr unter dem Motto vor: „Offenbarung oder Wie hast Du’s mit der Religion?“ Am Freitag, 19. Dezember, hält Pfarrerin Martina Gottschling den Vortrag „Ein jeder Engel ist schrecklich“. Beginn ist um 19 Uhr. Die conbrio-Chorwerkstatt führt am Montag, 22. Dezember, um 19.30 Uhr ein Weihnachtskonzert in der Kirche durch.
Abschluss der Ausstellung von Marion Marx ist am Sonntag, 11. Januar, mit einem Gottesdienst in offener Gestalt. Fotos von der Ausstellung hier

Quelle: Westfälische Nachrichten 5.12.2008......

Kreuze und Engel sind das Thema einer Ausstellung in der Hohner Kirche. Die Künstlerin Marion Marx und Pfarrer Berthold Deecken halten zwei der Werke in ihren Händen. (Foto: Detlef Dowidat)

Emil Nolde steht Pate

Von Detlef Dowidat

Lengerich. Portraits, die Beziehungen darstellen. Damit hat sich Beatrice Gunschera in jüngster Vergangenheit sehr viel beschäftigt. Sofern es der Beruf zuließ. Denn sie ist Hobby-Künstlerin. Und möchte es auch bleiben. Erstmals wagt sich die gebürtig aus Bremen stammende und in Osnabrück lebende Übersetzerin mit ihren Kunstwerken an die Öffentlichkeit. Ihre erste Ausstellung ist derzeit im Kulturtreff im Alten Rathaus zu sehen. Aquarelle.Damit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit am häufigsten. Aber auch Keramik-Arbeiten erstellt sie gerne. Emil Nolde hat es ihr angetan. Der Farben wegen, denn die sind bei dem norddeutschen Künstler markant. Von ihm, dass gesteht Beatrice Gunschera, hat sie sich Einiges abgeschaut. In ihren Aqaurellen ist das deutlich zu sehen. Ihre Bilder sind ausdrucksstark. Egal ob Einzelportraits, ob Paare oder Gruppen: Die klare Linie ist bestechend. Deutlich wird auch, dass sich Beatrice Gunschera dem Thema Generationen hingezogen fühlt. Das zeigt die Ausstellung im Kulturtreff. Sie gibt allen Generationen Raum: Kindern, jungen Menschen und den Senioren.
Die Hobbymalerin gehört dem Künstlerinnen-Stammtisch im
Gempt-Bistro an und ist dadurch auf die Ausstellungsmöglichkeit im Kulturtreff gestoßen. Ihre ansprechenden Bilder sind zu den Öffnungszeiten der Tourist-Information im Alten Rathaus zu sehen. Quelle: Westfälische Nachrichten 12.11.2008

Beatrice Gunschera (rechts) zeigt im Kulturtreff Aquarelle mit Portraits von Kindern, jungen Menschen und Senioren. (Foto: Detlef Dowidat) mehr...

Im Rhythmus der Natur

-is- Lengerich. „Augen, Herz und Werk bilden eine Linie.“ Mit diesen Worten beschreibt Geneviève Gigand ihre Gefühle in Verbindung mit ihren Bildern. Sie merke beim Malen eines Bildes, welche Farbe oder welches Motiv zur Vollkommenheit des Werkes noch fehle.
Häufig fertigt die Malerin im Vorfeld Skizzen an und orientiert sich an diesen. Viele der Orte, die sich in ihren Bildern wiederfinden, hat sie besucht. Egal, ob sie sich beim Malen nun an der Natur, an Skizzen, an Fotos oder an ihrer Vorstellung orientiere, das fertige Werk sei nie identisch mit dem vorherigen Bild. Ein Werk sei immer beeinflusst von der jeweiligen Stimmung, in der es angefertigt worden sei. Aus diesem Grund sei jedes Bild einzigartig und könne nie zweimal gemalt werden. „Das wäre eine allenfalls technisch perfekte Kopie.“, erklärt Geneviève Gigand.
Ihre Ausstellung zum Thema „Landschaften“ wird am Samstag, 16. August um 10 Uhr eröffnet. Bis zum 17. Oktober können die Werke von Geneviève Gigand im Gempt-Bistro betrachtet werden. Die Räumlichkeiten im
Gempt-Bistro bieten nach ihrer Auffassung optimale Lichtverhältnisse. Die Ausstellung umfasst insgesamt acht Werke und zeigt Landschaften, die die Künstlerin besichtigt hat. Die Darstellungen reichen vom „Berg Sinai“ bis zur „Insel der Götter“ auf Kreta. Ob aus der Frosch- oder aus der Vogelperspektive, die Werke spiegeln alle ihre Eindrücke und Erfahrungen von der Großzügigkeit der Natur wider.
Im vergangenen Jahr hat Geneviève Gigand Werke zum Thema „Jazz“ ausgestellt. Die Jazz-Musik sei neben der Kunst ihre zweite Leidenschaft, erzählt sie. Die Ausstellung zum Thema „Normandie“, die vor drei Jahren zu besichtigen war, zeigte Motive aus der Heimat der Künstlerin an der Küste des Armelkanals.
Die Ausstellung „Landschaften“ ist zu den Öffnungszeiten des Gempt-Bistros zu besichtigen: mittwochs und samstags von 9 bis 12 Uhr, sowie donnerstags und freitags von 18 bis 22 Uhr
...Quelle: Westfälische Nachrichten 15.8.2008

Geneviève Gigand stellt im Gempt-Bistro ihre Werke aus, dazu gehört auch das Bild „Berg Sinai“. (Foto: -is-)

Textfeld: Gemeinde Wallenhorst??Der Bürgermeister??Rathausallee 1??49134 Wallenhorst????Auskunft erteilt:??Die Stabsstelle??Anke Rehling??Tel.: 05407/888-103??Fax: 05407/888-83103??anke.rehling@wallenhorst.de??Stillleben im Doppelpack

Geneviève Gigand und Marion Marx präsentieren ab 24. August Ausstellung im Rathaus. Die ganze künstlerische Vielfalt von Stillleben wollen demnächst  Geneviève Gigand und Marion Marx im Wallenhorster Rathaus präsentieren. Hier werden die Malerinnen ab Sonntag (24. August) ihre Ausstellung „natura morta“ (lateinisch für Stillleben) zeigen, in der Gemälde in den verschiedensten Techniken zu sehen sein werden.Die gebürtig aus der Normandie stammende Geneviève Gigand hat zunächst als Fremdsprachenkorrespondentin in Paris gearbeitet, bevor sie sich nach zahlreichen Atelierbesuchen und Porträts 1972 der Malerei zuwandte. Sie studierte und lehrte bis 2002 in Berlin und bildete sich in dieser Zeit unter anderem in Acryl- und Aquarelltechniken weiter. Seit 2002 lebt die 59-Jährige als freischaffende Künstlerin in Lienen. Sie präsentierte ihre Arbeiten unter anderem in Berlin und Lengerich und nimmt am Petit Montmarte in Osnabrück ebenso regelmäßig teil wie an Porträtevents im Tecklenburger Land. Aus Hameln stammend, studierte Marion Marx Kunstgeschichte und arbeitete mehrere Jahre für das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Osnabrück. Parallel war sie als selbstständige Restauratorin tätig. Im Jahr 2000 stieg die heute 57-Jährige wieder in die Ausbildung der Malerei ein. Nach einem Studium der Malerei und Grafik in Bochum gründete die mittlerweile in Lengerich lebende Marx 2005 die Künstlerinnen-Gruppe Weibs-Bilder, zu der auch Geneviève Gigand gehört und die im Sommer 2006 ebenfalls im Wallenhorster Rathaus ausstellte. Als freischaffende Künstlerin gestaltete Marion Marx diverse weitere Ausstellungen und Projektarbeiten. Zudem rief sie 2007 den Künstlerinnenstammtisch Gempt Bistro in Lengerich ins Leben. Auch hier ist Geneviève Gigand ebenfalls aktiv. Gemeinsam arbeiten beide Künstlerinnen außerdem im „Malkreis Grüne Erde“.„Natura morta“ wird am Sonntag (24. August) um 11.30 Uhr im Wallenhorster Rathaus eröffnet. Dabei werden die Künstlerinnen in die künstlerische Arbeit der jeweils Anderen einführen. Außerdem wird Giselle Prodan eine Performance präsentieren. Nach der Vernissage wird die Ausstellung bis Dienstag (30. September) zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen sein : montags, mittwochs und freitags von 8 bis 16 Uhr, dienstags und montags, mittwochs und freitags von 8 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 8 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt zur Vernissage ebenso wie zu der Ausstellung ist frei.

Die Sonne Afrikas ist spürbar

Von Detlef Dowidat

Lengerich. Mama Afrika springt sofort ins Auge. Das Bild ist dominant in der Ausstellung von Roswitha Schulz, die heute im Bistro der Gempt-Halle eröffnet wird. Neun Werke hat die Ibbenbürenerin zusammen gestellt, die alle unter dem Oberbegriff „Afrika“ stehen.

„Der schwarze Kontinent hat mich immer schon fasziniert“, berichtet die Künstlerin, die zum Künstlerinnen-Stammtisch gehört, der sich regelmäßig im Gempt-Bistro trifft. Afrika, auf dieses Thema habe sie intensiv hingearbeitet. Ihre Bilder sind zum Teil frei entstanden, zum Teil nach Bildervorlagen. Sie sprühen zum Teil vor glühenden Farben. Die heiße Sonne Afrikas wird spürbar.

Die Bilder der neuen Ausstellung sind fast alle als Acryl-Arbeiten entstanden. „Ich male in vielen Techniken, mal Aquarell, mal Pastell, mal Öl oder mal Tinte“, bemerkt Roswitha Schulz. Das Malen wurde ihr quasi in die Wiege gelegt, denn schon ihre Mutter frönte der Malerei. „Das meiste habe ich mir früher autodidaktisch beigebracht“, verrät die Malerin. Seit 1994 betreibt sie ihr Hobby sehr intensiv. Sie hat seither verschiedene Kurse besucht, um sich weiter zu bilden.
Ihre Bilder in der jetzigen Ausstellung tragen einprägsame Titel: Wasserbüffel, Neger, Blauer Nil, Sahara, Sonne Afrikas... .„Sie sind alle für diese Ausstellung angefertigt worden“, bemerkt Roswitha Schulz. Das erste Bild sei „Mama Afrika“ gewesen. „Dieses Bild verkörpert auf der einen Seite die Armut, die man in Afrika erlebt, auf der anderen Seite aber auch Freiheit und Kraft, was durch die violette Farbe der Bluse und das Rot des Rockes angedeutet werden soll“, schildert die Künstlerin aus Ibbenbüren, die bereits im Kulturtreff ausgestellt hat.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Bistros zu sehen: Mittwochs und samstags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 18 bis 22 Uhr und freitags ab 18 Uhr.
Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Künstlerinnen-Stammtisch gibt es unter www.kuenstlerinnenstammtisch.de.

Quelle: Westfälische Nachrichten 17.5.2008

Fotos von der Eröffnung hier

"Mama Afrika“ ist eines der tragenden Bilder in der Ausstellung von Roswitha Schulz, die ab heute im Bistro der Gempt-Halle zu sehen ist. (Foto: Dowidat)

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Bistro ist eine Galerie allererster Klasse

Künstlerinnenstammtisch vorgestellt

Von Detlef Dowidat

Lengerich. Als neues Kind für Lengerich bezeichnet Marion Marx ein Projekt, das am Samstag feierlich eröffnet worden ist: Der Künstlerinnenstammtisch im Bistro der Gempt-Halle. Verbunden damit war die gleichzeitige Eröffnung einer Ausstellung mit Werken von Gaby Wilken, die dem Stammtisch angehört.
Marion Marx schwärmt überschwänglich vom Bistro: „Eine Galerie allererster Klasse“. Das habe sie schon seit der ersten Begegnung mit dieser Räumlichkeit gesagt, einer Ausstellung des Plenairs mit Künstlerinnen und Künstlern der Partnerstadt Warta in Polen. „Seither kämpfe ich für diese Einrichtung. Sie hat für Lengerich etwas Einmaliges“, berichtet Marion Marx.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Höhenberger-Henze vernahm diese Worte wohl. Auch sie ist vom Flair des Bistros angetan. Sie nahm ebenso wie Reinhard Wiethölter vom Fachbereich Schule, Sport und Kultur der Stadtverwaltung an der Ausstellungseröffnung und der offiziellen Gründung des Künstlerinnenstammtisches teil.

„Der galeriehafte Charakter des Bistros hat uns animiert, unseren Stammtisch hier zu gründen“, berichtete Marion Marx. Ihre Mitstreiterinnen sind bislang Geneviéve Gigang aus Lienen, Sylvia Jaworek aus Tecklenburg-Leeden, Roswitha Schulz aus Ibbenbüren und Gaby Wilken. Treffen ist an jedem ersten Samstag im Monat. Dann werde ab 10 Uhr über alles gesprochen, was zum Hobby dazu gehöre und natürlich auch über andere Dinge. „Wer Lust hat, mitzumachen, ist jederzeit herzlich willkommen. Wir sind offen für alle“, erklärt Marion Marx.

Absicht des Stammtisches sei es auch, dem Bistro alle paar Monate durch neue Ausstellungen ein neues Gesicht zu geben. „Dabei freuen wir uns über die tolle Unterstützung durch Hallenmanager Michael Rottmann“, erzählt die Lengericher Künstlerin. Und sie betont noch eines: „Wir möchten zur Belebung des Bistros und der Gempt-Halle beitragen. Diese schöne Einrichtung muss leben“.

Beim Rundgang durch die Ausstellung erläuterte Gaby Wilken ihre Werke. Freude, Schmerz und alle Facetten dazwischen seien Inhalt ihrer Bilder. „Sie ist sehr experimentierfreudig was Material und Ausdruck angeht und hat den Menschen mit seinem Dasein fest im Visier“, betont Marion Marx. Die meisten Bilder von Gaby Wilken sind zum Anfassen. „Die Besucher sollen die Struktur spüren und merken, das solch ein Kunstwerk nichts Außerirdisches sondern etwas ganz Natürliches ist“, erklärt die Künstlerin. Ihre Bilder sind zu den Öffnungszeiten im Bistro zu sehen.
Quelle: Westfälische Nachrichten 11.2.2008

Gaby Wilken (rechts neben dem Bild) eröffnete im Beisein der stellvertretenden Bürgermeisterin Ulrike Höhenberger-Henze (links neben dem Bild) ihre Ausstellung im Gempt-Bistro, gleichzeitig wurde der Künstlerinnenstammtisch vorgestellt. (Foto: Dowidat)

Blick fürs Ungewöhnliche

Gaby Wilken malt abstrakt mit ungewöhnlichen Farben

Von Michael Baar

Lengerich. „Eigentlich ist das nicht mein Ding“, sagt Gaby Wilken. Doch aus der Nummer kommt sie nicht mehr raus. Am Samstag, 9. Februar, wird um 10 Uhr im Gempt-Bistro eine Ausstellung eröffnet. Bis zum 10. Mai sind Werke der Lengericher Künstlerin dort zu sehen. Es ist nicht nur eine Premiere für Gaby Wilken. Der Künstlerinnen-Stammtisch stellt sich an diesem Vormittag vor. Das heißt, die Mitglieder Geneviéve Gigand (Lienen), Sylvia Jaworek (Leeden), Marion Marx (Lengerich), Roswitha Schulz (Ibbenbüren) und Gaby Wilken.

„Eine tolle Sache“, schwärmt die Lengericherin vom Stammtisch. Ohne Druck oder Neid könne man sich austauschen, Tipps geben oder Unterstützung leisten. „Und wir leben unsere Kunst, unabhängig davon, was in der Szene gerade als angesagt gilt“, fügt sie hinzu.Das kreative Schaffen der gebürtigen Hamburgerin lässt sich mit einem Wort gut beschreiben: abstrakt. Farben und Formen durch Malerei umsetzen, das will Gaby Wilken. „Abstrakte Bilder sind nie abgeschlossen. Man entdeckt beim Betrachten immer wieder Neues“, schildert sie ihre Erfahrungen.

Den Blick für Farben und Formen hat sie während ihres Kunstgeschichte-Studiums an der Hochschule für bildende Künste in ihrer Heimatstadt geschärft. Sie habe ein Auge für Material, in dem sich Motive verbergen, erzählt die Mutter zweier erwachsener Söhne.
So entstehen auch ihre Bilder. Sie malt. Und entdeckt dann ein Motiv in den Spuren, die der Pinsel hinterlassen hat. Gaby Wilken nimmt zwei rote Bilder zur Hand. „Ich bin angefangen. Und dann habe ich eine Flosse gesehen“, erzählt sie die Entstehungsgeschichte. Jetzt sind auf den beiden roten Gemälden Fische zu sehen.

Die Farbe ist eine weitere Eigenart der gelernten Industrie-Kauffrau. „Ich liebe kräftige Farben“, sagt sie. Schwarz, eigentlich unter Malern aus Un-Farbe angesehen, bereite ihr keine Probleme. Die roten Fische sind ein weiteres Beispiel. Im Haus der Familie Wilken hängen einige ihrer Werke. „Bei meinen Brüdern hängen Bilder. Und meine Söhne fragen auch immer wieder, ob sie das eine oder andere Werk mitnehmen dürfen“, schmunzelt sie.

Seit 25 Jahren ist die Malerei ihr Hobby. Der Fundus müsste entsprechend groß sein. Doch ein überquellendes Lager gibt es nicht. „Ich habe 20 Jahre ein Hotel geführt und dort meine Bilder in den Fluren aufgehängt“, sagt sei bei einer Tasse Cappuccino. Etliche Werke fanden das Interesse der Gäste.
Eine zweite Leidenschaft sorgt dafür, dass Gaby Wilken der Staffelei fernbleibt: Hunde. Die acht Monate alte Labrador-Hündin „Aileen“ knabbert zufrieden an einem Knochen. Sie soll zum Rettungshund ausgebildet werden. „Wenn ich mit dem Hund Gassi gehe, bekomme ich nicht nur den Kopf frei.Der Blick schärft sich für ungewöhnliche Dinge,Motive, die ich dann in Bildern umsetze“, erzählt sie.
Eröffnung der Ausstellung ist am Samstag, den 9.2.2008 um 10 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 10. 5.2008. Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 18 - 22 Uhr und Mitwoch und Samstag 9 - 12 Uhr. Gaby Wilken mit ihren roten Fischen. Die Lengericher Künstlerin liebt abstrakte Motive und ungewöhnliche Farben. Ab Samstag den 9.2. 2008 ist ein Querschnitt ihrer Werke im Gempt-Bistro zu sehen. (Foto: Baar)

Quelle: Westfäliche Nachrichten 4.2.2008

Stammtisch und Kunst

Marion Marx stellt im Gempt-Bistro aus

Von Michael Baar

Lengerich. Die Veranstaltungsreihe „Vorhang auf“ im Gempt-Bistro ist zu einem Selbstläufer geworden. Regelmäßig am dritten Dienstag im Monat ist die Hütte voll, wie es so schön heißt. Immer wieder neue Gesichter zeigen sich auf der Kleinkunstbühne, erfreuen mit Musik, Gesang, Gedichten oder anderen Beiträgen das Publikum. Zu den regelmäßigen Besuchern gehört auch Marion Marx. Sie erfreut sich an den Darbietungen. Indirekt hat sie jetzt etwas zur nächsten „Vorhang auf“- Veranstaltung am 17. April 2007 beigetragen: Aquarelle. Die Lengericher Malerin Marion Marx hat in Absprache mit Bistro-Chefin Julia Remich ihre Werke aufgehängt. Ihre Bilder zeigen Szenen aus vorhergehenden Veranstaltungen. „Ich habe mir Skizzen gemacht und die dann umgesetzt“, erzählt Marion Marx.Die Atmosphäre gefalle ihr ausgesprochen gut. „Das ist erwartungsvoll, freudig und voller Anerkennung für die Künstler“, fasst sie ihre Eindrücke in Worte. Mit verantwortlich für diese Harmonie sind ihrer Meinung nach die Organisatoren dieser spontanen künstlerischen Auftritte. Keinen Bezug zu „Vorhang auf“, dafür aber zur Gempt-Halle haben zwei Aquarelle, die beim Plenair 2004 entstanden sind. „Die Corten-Stahlwände haben mich inspiriert“ , erinnert sich die Malerin. Geradezu visionär mutet das eine bei dem deutsch-polnischen Künstleraustausch entstandene Bild an. Dort sind zwei Stahl-Stehlen zu sehen. Was damals keiner wissen konnte: Heute stehen drei Stahl-Stehlen an der Halle. Julia Remich freut sich über die Ausstellung und möchte diese Form der Kunst-Präsentation zu einer Dauer-Einrichtung machen. Doch die junge Chefin peilt noch mehr an. Einen Künstlerinnenstammtisch könnte sie sich im Bistro vorstellen. „Da wäre ich sofort dabei“, sagt Marion Marx spontan. Am Samstag, 5. Mai 2007 soll der erste Versuch gestartet werden. Ab 11 Uhr sind alle Künstlerinnen, die Lust am Austausch haben, zum Stammtisch eingeladen. Gemeinsame Ausstellungen oder Projekte für Lengerich wären ein Thema, das Julia Remich sich vorstellen könnte...
.Quelle: Westfäliche Nachrichten 31.3.2007

Marion Marx (links) und Julia Remich im Gempt Bistro. Foto: Michael Baar

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Fotos von der Ausstellung hier
Quelle: Westfälische Nachrichten Gronau-Epe 21.6.2010